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Walkabouts - Acetylene

Cover von Acetylene
Walkabouts
Acetylene

Label Glitterhouse Records
Erstveröffentlichung 23.08.2005
Format CD
Lieferzeit 1 – 8 Werktage
Preis 6,75 € (inkl. 19% MwSt. zzgl. Versand)
Rezension

„Das schien mir ein guter Ausgangspunkt zu sein: Was wäre, wenn Neil Young 1977 im Proberaum von Wire vorbeigeschaut hätte?“ Und das im Hier, im Jetzt?
Wenn sich jemals eine Band selbst neu schuf und sich gleichzeitig treu geblieben ist, dann The Walkabouts, unsere Glitterhouse-Urgesteine. Im vergangenen Jahr, zu den jeweiligen Veröffentlichungen der ersten Solo-Alben Chris Eckmans und Carla Torgersons, war urplötzlich allerorten von „ex-Walkabouts“ zu lesen. Das war damals schon falsch. Und ist jetzt falscher denn je. The Walkabouts sind da - und wie. “Acetylene” rockt grandios, ist spannend und verblüffend. Nach über zwanzig Jahren Bandgeschichte haben sie ein – jawohl - Manifest aufgenommen.
Was sie da auf uns loslassen, überrascht faustdick: Waren ihre letzten Veröffentlichungen melancholische, sich in Sound und Duktus elegisch wälzende Epen, so haben die Walkabouts nun zehn ihrer bisher rohsten und wütendsten Stücke geschrieben.
„Acetylene“ ist ein loderndes „Mit uns nicht!“, das die Kardinaltugenden dieser Band kurzerhand in den Rockkontext überführt und den Hörer anspringt.
Und wie gut ihnen das Nicht Einverstanden-Sein steht, wie gut das Rock-Gewand doch passt! Auf nichts muss verzichtet werden. Das Eckmansche Gitarren-Jangle bleibt auch im Lärm stets präsent und leitend, Chris & Carlas Stimmen harmonieren weiterhin so perfekt mollig wie nur wenige andere. Dazu gesellen sich den jeweiligen Songs auf den Leib geschneiderte Besonderheiten wie Sonnenaufgangs-Bläsersätze, Geigengeflirre oder Polizeifunkschnipsel. Und stets prägende, stringente Rhythmen.
Trotz aller Finessen, trotz des hohen Abwechslungsreichtums, ist „Acetylene“ wie aus einem Guss. Zu Zeiten von „New West Motel“ ließen sie letztmals so ungezügelt ihren Schneid vernehmen. Einen Teil der Lorbeeren mag hierfür Tucker Martine (Jesse Sykes, Laura Veirs, Jim White) einsacken, der zusammen mit der Band produzierte. Vielleicht trug auch die Rückkehr Michael Wells’ dazu bei, der erstmals seit 1996 mit den Walkabouts aufnahm – und somit das „klassische“ Line-Up der Band wieder komplettiert.
Unterstützt wurden sie zudem von Al DeLoner, zuvor Hauptsongschreiber der leider verblichenen Midnight Choir, der hier ab und zu in die Saiten griff.
Textlich waren die Walkabouts schon immer herausragend, und so meistern sie auf „Acetylene“ überaus sicher den Drahtseilakt zwischen der Musik entsprechender Direktheit und lyrischer Offenheit, die dem Hörer Interpretationsmöglichkeiten anbietet: „The future is a muscle you don’t have“ heißt es etwa in “Devil in the Details”.
„Ja, ja, ja, mehr, mehr.“ (Intro)
„Hey, kids, Rock’n’Roll.“ (Rolling Stone. 4****)
“Ein brutzelndes, rohes Rock-Manifest. Ein in dieser Form überraschendes, beständig zwischen Wut und Frust pendelndes Dokument einer Erregung. Echter Meilenstein. Sensationell.“ (Visions)
„Dringlich und dicht.“ (TIP Berlin)

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