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Cody Chesnutt: My Love Divine Degree - Hilfe
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Cody Chesnutt - My Love Divine Degree

Cover von My Love Divine Degree
Cody Chesnutt
My Love Divine Degree

Label One Little Indian
Erstveröffentlichung 02.06.2017
Format CD
Lieferzeit 1 – 3 Werktage
Preis 14,95 € (inkl. 19% MwSt. zzgl. Versand)
Rezension

Für mich bleibt Cody Chesnutt der gewollt unfertige Künstler zwischen Funk, Soul, Garagenrock und Consciousness-Content. Im Gegensatz zu Produktions-Perfektionisten wie Michael Kiwanuka lässt er es betont nachlässig scheppern und krachen, kultiviert eine oft leicht übersteuerte Lo-Fi-Ästhetik und verleiht seinen Songs mit archaischer Beatbox authentischen Demo-Charakter - betont organisch und down-to-earth. Berühmtheit erlangte der schwarze Kalifornier als Komponist und Mitmusiker beim bis heute größten Hit der Roots („The Seed“), zum ganz großen Durchbruch hat es aber auch 15 Jahre später nicht gereicht. Heute ist er nach fünf Jahren Albumpause noch immer Indie, „My Love Devine Degree“ ist überhaupt erst sein dritter Longplayer, der oft wie ein Sammelsurium verstreuter Tracks aus dem Heimstudio (wenn nicht Schlafzimmer) klingt. Zwar auch mal mit Bläsern und gerne mit gospeligen Backgroundchören, meistens aber konsequent schlicht und fast schon unterproduziert. Dieser DIY-Ansatz sorgt aber eben auch für hohen Wiedererkennungswert und künstlerische Eigenständigkeit. Mal mit avanciertem Tech-Funk, mal schlicht folky-akustisch. Chesnutt integriert Gospel-Vibe und Marvin Gaye-Psychedelia, rumpelnden Ska und DooWop, das Ganze meistens getragen von einer sehr typischen, kantigen Soul-Gitarre. In die Charts wird er mit dieser wie gesagt immer leicht unfertigen Musik wohl nie gelangen, aber das scheint er auch nicht zu wollen. (Joe Whirlypop)

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