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Dan Auerbach: Waiting On A Song - Hilfe
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Dan Auerbach - Waiting On A Song

Cover von Waiting On A Song
Dan Auerbach
Waiting On A Song

Label WEA
Erstveröffentlichung 02.06.2017
Format CD
Lieferzeit 1 – 3 Werktage
Preis 16,95 € (inkl. 19% MwSt. zzgl. Versand)
Rezension

17er. Nein, mit seinen Black Keys hat das hier gar nichts zu tun. Er überrascht mächtig, greift tief auf die frühen 70er (und z.T. die Jahre davor/danach) zurück (und zwar v.a. den Pop!). Dennoch wirkt das alles so selbstverständlich, unbeschwert, oft fröhlich, ist dermaßen unverschämt melodieselig, daß jede Menge Spaß eigentlich zwangsläufig ist (wenn man seine Erwartungshaltung abschaltet). Dabei erinnert mich vieles an die „One Hit Wonders“ der Jahre ´69-´71, garniert mit z.B. Spuren von oder deutlicheren Anleihen bei Country Rock, Chris Spedding, George Harrison, Sweet, Rod Stewart (inkl. Rock-Elementen), Morricone, oder auch: T. Rex meets 70s-Songwriter Pop in catchy, Pop der Zeit vermählt sich mit Soul, 2/3 Archies mit 1/3 Byrds, Travelling Wilburys erfinden sich neu, Motown trifft End-60er-Edel-Pop mit einem Spritzer Psyche… Es gibt Glam-Einfluß, ansteckende Grooves, mal ein bischen Melancholie oder easy-going Folk, und Gäste wie Duane Eddy, Mark Knopfler, Jerry Douglas veredeln zusätzlich (neben vielen Nashville-Cracks, John Prine kompositorisch). (dvd)


Auf seinem zweiten Soloalbum verabschiedet sich der Kopf der Black Keys endgültig vom rohen Blues des Mutterschiffs. „Waiting On A Song” klingt tatsächlich so wie das Cover aussieht, nämlich nach Frühsiebziger Westcoast-, Country-, ja Softpop. Hier stört kein lauter oder unfertiger Ton den sanften Fluss eingängigster Popsongs im Vintage-Sounddesign mit laidback-funky Gitarren, Fender Rhodes-Piano, Bläsern, Streichern und Glockenspiel aber alles wohl dosiert. CCR, JJ Cale, Al Green, Gilbert O'Sullivan, ELO, T. Rex, Steve Miller und Turin Brakes kommen mir schon während der ersten Albumhälfte in den Sinn. Die Songs sind poppig, luftig und eingängig wie gemacht fürs FM-Radio in den 70ern. Desöfteren mit leichtem Blue Eyed Soul-Einschlag, teils auch mit leichtem Southern-Feeling. Aber wie gesagt ohne jede Härte oder Aufgeregtheit., ganz offensichtlich weg vom Underground hin zum radiotauglichen Mainstream. Das macht Auerbach zwar gut, alte Fans werden sich aber dennoch umstellen müssen. Als Gäste in Auerbachs Heimstudio in Nashville waren u.a. so gesetzte Musiker wie der 79-jährige Duane Eddy, Mark Knopfler, John Prine und Bobby Wood (spielte schon mit Elvis Presley und JJ Cale) dabei, dazu kommen diverse Nashville-Studiocracks. (Joe Whirlypop)

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