Suche/Search
Begriff
/Item
In/
search in


 

NEWSLETTER

Jeb Loy Nichols: Country Hustle - Hilfe
hilfe

Jeb Loy Nichols - Country Hustle

Cover von Country Hustle
Jeb Loy Nichols
Country Hustle

Label City Country City
Erstveröffentlichung 17.03.2017
Format CD
Lieferzeit 4 – 7 Werktage
Preis 14,95 € (inkl. 19% MwSt. zzgl. Versand)
Rezension

Die legendäre Country-Reggae-Band Fellow Travellers legte ihr letztes Album vor 22 Jahren vor, seither zieht Mastermind Jeb Loy Nichols solo seine majestätischen Bahnen. Dabei wird er tatsächlich immer besser, wie ich finde. Sein stilsicherer Weg führte ihn über Country-Soul zuletzt auch wieder zum Reggae, das brillante Vorgänger-Album (aufgenommen 2010, hierzulande aber erst letztes Jahr veröffentlicht) entstand gar mit On-U Sound-Chef Adrian Sherwood an den Controls. Heute ist er wieder deutlich mehr beim Soul gelandet, mit der Neuerung richtig flockiger, funky Disco-Grooves nicht unähnlich der Entwicklung seines ebenso guten Kollegen Calvin Johnson mit seinem Dub Narcotic-Projekt. Das treffend betitelte „The Country Hustle” beginnt noch recht verhalten mit zwei leicht verschlafenen SloMo-Funk-Nummern von eher spiritueller Natur, aber durchaus schon mit lowdown brodelndem Voodoo-Groove. Song Nummer drei gerät dann erstmals richtig tanzbar, mit druckvollem Funk-Bass, Disco-Gitarre und lässigen Handclaps, mit leichtem Westcoast- und deutlichem Memphis- und New Orleans-Vibe. Dann kommt es noch besser: das Cover des „Country Got Soul“-Klassikers „I Hate Hate“ von Rassy passt wie die Faust aufs Auge und fällt sogar etwas discoider als das wunderbare Original aus. Es folgt fast Daptone-artiger Soul mit pointierten Bläsern, mehr untergründig groovender Funk a la Boz Scaggs und schließlich ein ganz famoses Cover von „Never Too Much“, mit dem Luther Vandross 1981 einen ziemlich glattpolierten Charts-Hit landete da muss man erst mal drauf kommen, eine solche Songperle zu recyceln. „Regret“ ist dann sogar so eine Art James Brown-Funk mit akustischer Gitarre. Gegen Ende des Albums geraten die Songs dann wieder ziemlich laidback und akustisch (ein wenig in Richtung JJ Cale), auch das beherrscht Jeb Loy Nichols ganz großartig. Diesmal also kein Reggae und schon gar kein Dub, dafür aber wieder eine edle Sammlung von Countrymusicdisco45s und entspannten Frontporch-Chillern. Als Gäste sind u.a. Nostalgia 77 dabei, das passt auch bestens ins sonnige Bild. (Joe Whirlypop)

noch mehr von Jeb Loy Nichols