Suche/Search
Begriff
/Item
In/
search in


 

,

NEWSLETTER

Karen Elson: Double Roses - Hilfe
hilfe

Karen Elson - Double Roses

Cover von Double Roses
Karen Elson
Double Roses

Label 1965 Records
Erstveröffentlichung 07.04.2017
Format CD
Lieferzeit 1 – 3 Werktage
Preis 14,95 € (inkl. 19% MwSt. zzgl. Versand)
Rezension

Ehemaliges Supermodel und Ex-Gattin von Jack White mit ihrem zweiten Album. Und man glaubt es kaum: nach der Trennung von White klingt dieses neue Werk noch großartiger als das (für mich) überraschend gelungenen Debüt von 2010, das mit seiner dunklen Melange aus Americana, Sixties-Folk und Country irgendwo zwischen Nick Cave und Serge Gainsbourg einzuordnen war wie immer sehr deutlich von White beeinflusst, wenn der irgendwo mitmischt. Das war vor sieben Jahren irgendwie genau richtig, schon mit den ersten Songs des neuen Albums denkt man aber keine Sekunde mehr an Jack White. Elson hat sich in relativ kurzer Zeit aber sowas von emanzipiert, dass man nur staunen kann. Die Britin (!) legt mit „Double Roses“ eine umwerfende Songsammlung vor, teils recht üppig und immer ausgesprochen abwechslungsreich inszeniert, stilistisch eher zeitlos mit reichlich 70er-Bezügen dabei ganz und gar eigenständig und rundum gelungen. Sie singt nicht wie ein Model, sondern mit starker, klarer Stimme, prägnant und eigenständig. Gemeinsam mit Producer Jonathan Wilson lud man illustre Gäste ins Studio: Pat Carney (Black Keys), Father John Misty, Laura Marling, Benmont Tench (Tom Petty), Pat Sansone (Wilco) und Nate Walcott (Bright Eyes). Das Album klingt aber dennoch homogen, harmonisch und aus einem Guss. Der Opener ist eine wahre Perle: mit Harfe und, Cembalo. Dennoch komplett down-to-earth, mittendrin dann ein Flötensolo mit Gänsehauteffekt, getoppt noch von einer psychedelischen Orgel wow. Und so geht es auch weiter, gerne mit kammermusikalisch verwurzelten Instrumenten wie dieser traumhaften Harfe, immer wieder Cembalo, Tubular Bells und diversen Streichern. Dennoch ist dies kein Art-Pop, sondern angenehm basic, verwurzelt in Country (Richtung Billy Joe Spears oder Dolly Parton) und 70er Westcoast-Rock. Ein bisschen hippieesk, ein wenig Country Torch, das alles läuft wunder süffig zusammen, gerade auch mit Country-Sounds von Twang Guitar bis Pedal Steel, in der zweiten Albumhälfte auch noch milde psychedelisch. Und selbst ein leicht schmieriges Sax-Solo mit chromblitzendem Westcoast-Vibe klingt hier ganz betörend. Insgesamt ein großer Wurf, den ich so nie und nimmer erwartet hätte. (Joe Whirlypop)

noch mehr von Karen Elson