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Bob Dylan: Triplicate - Hilfe
hilfe

Bob Dylan - Triplicate

Cover von Triplicate
Bob Dylan
Triplicate

Label Columbia
Erstveröffentlichung 31.03.2017
Format 3-CD
Lieferzeit 1 – 3 Werktage
Preis 18,95 € (inkl. 19% MwSt. zzgl. Versand)
Rezension

Als Songschreiber muss dieser Mann sich keinem mehr beweisen, Grund genug, sein 2017er Dreifach-Album ganz den Song-Perlen des American Songbook zu widmen. Aufgeteilt in drei Themengebiete bietet das von Jack Frost produzierte Studio-Großwerk 30 Weisen von Autoren wie Harold Arlen, Hoagy Carmichael oder Cy Coleman, und stellt ganz allein den Song in den Mittelpunkt des Geschehens (wobei Dylan als durch Jahrzehnte gereifter Interpret dass seine zum rauhen Erglänzen der Lieder beiträgt). In den drei Abteilungen ('Til The Sun Goes Down, Devil Dolls und Comin' Home Late) finden sich Songs wie September Of My Years, I Could Have Told You, Stormy Weather, That Old Feeling, My One And Only Love, As Time Goes By, Imagination, How Deep Is The Ocean, The Best Is Yet Tom Come, There's A Flaw In My Flue, Day In Day Out, Sentimental Journey, Somewhere Along The Way, When The World Was Young, These Foolish Things, Stardust, It's Funny To Everyone But Me. Im höheren Alter wird Dylan zunehmend zu einer (selbstironischen?) Drama-Queen allein das Theater um den erst gar nicht, dann via Patti Smith (mit versagender Stimme!) und jetzt vielleicht doch persönlich abgeholten Literatur-Nobelpreis ist große PR-Kunst. Zeit fürs Feuilleton hatte er wohl auch deshalb nicht, weil er an diesem Triple-Album mit 30 nagelneuen Songs gearbeitet hat produktiver Wahnsinn? Sind aber keine eigenen Songs, sondern erneut historische Klassiker aus dem Great American Songbook, wie zuletzt schon bei „Shadows In The Night“ und „Fallen Angels“. Klassische amerikanischen Unterhaltungsmusik aus den 30ern bis 50ern, vom Meister fast süßlich gesungen und gecroont, weg ist die verwitterte, wegbrechende Bluesstimme der späten Jahre. Die kleine Band (natürlich des Meisters famose Tourband) spielt konsequent laidback, die Gitarre oft mit Slide wie im Western Swing oder bei Santo & Johnny. Ganz kleine Orchestrierungen (Hörner und Streicher) sorgen für Akzente, vor allem die edle Gitarre geht auch mal ein wenig in Richtung Jazz und Swing. Dylan hat als Jack Frost wieder selbst produziert, die Songs von u.a. Harold Arlen, Hoagy Carmichael, Harold Hupfield (genau, “As Time Goes By”), Carolyn Leigh und Cy Coleman werden thematisch geordnet, diesmal sind auch echte Gassenhauer wie „Sentimental Journey“ und „Stormy Weather“ dabei. Dylan zieht also weiterhin seine mitunter rätselhaften Kreise am Himmel, weit über dem trivialen irdischen Treiben. Darf er auch. (Joe Whirlypop)


Obacht, Beilagenalarm: Dank des unermüdlichen Wirkens des unbezahlbaren Hanns-Peter können wir auch zu dieser Dylan-Veröffentlichung den ersten 50 Käufern ein Set aus 3 schmucken Bob-Karten als Gratisbeilage offerieren.

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