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Lift To Experience: The Texas Jerusalem Crossroads - Hilfe
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Lift To Experience - The Texas Jerusalem Crossroads

Cover von The Texas Jerusalem Crossroads
Lift To Experience
The Texas Jerusalem Crossroads

Label Mute
Erstveröffentlichung 03.02.2017
Format 2-CD
Lieferzeit 1 – 3 Werktage
Preis 15,95 € (inkl. 19% MwSt. zzgl. Versand)
Rezension

17er Reissue der 2001er Doppel-LP, Konzept-Kult-Album, John Peel-Lieblinge, komplett neu gemixt und gemastert. Welch ein Brocken! Wir hören, z.B., Shoegazer, Post Punk und Post Rock in einem. Hoch intensiv, kurz sogar Prog-Elemente, z.T. fast gewalttätig, auf die Art der Swans. Oder sowas wie minimalistisch-verstörenden dunklen bis kurz bedrohlichen Jeff Buckley (in ungeschliffener Version und nackt). Oder einen Mix daraus inklusive massivster Kontraste, Eine 10-minütige (viele lange Stücke gibt´s) relativ schroffe gleichfalls kontrastreiche (eh oft ein Markenzeichen hier) Indie-Gitarren-Ballade zwischen leise und verdichtet/teils auch psychedelisch verzerrt und noch einmal Buckley-Parallelen. Eine frei-flächige z.T. noisige z.T. Avantgarde-Meditation kathartisch, gewaltig. Schneidenden kontrolliert-rohen Alt. Guitar Rock mit hymnischer Ader und 2. Völlig ausfransender „Free Rock“-Hälfte. Leises (Buckley-)Intro meets noch einmal Swans-Einfluß, metallisch klirrend. Akustischen Free-Form-Songwriter-Stoff, Indie meets Folk von befremdender Schönheit. Zerschossenen intensiven Post-Shoegazer in ungehobeltem z.T. ein bischen hymnischem Gewand + Free Rock. Gelegentlich dachte ich an My Bloody Valentine (mit denen werden sie eh oft verglichen), bestimmte harsche Godspeed-Elemente, die besten Sonic Youth, entfernt frühe Spiritualized. Und das alles ist religiös aufgeladen! 93 Min. lang (wozu eine 14-minütige Pause im 29-minütigen Abschluß gehört). Ein texanisches Monster. (dvd)

Wiederveröffentlichung eines mythenumrankten Albums von 2001: „The Texas Jerusalem Crossroads“ war das einzige Album des Trios aus Texas um Josh T. Pearson, interessanterweise produziert von den beiden Cocteau Twins Robin Guthrie und Simon Raymonde, die man auch deutlich heraushört. Das Genre ist teils noisiger Emo-Postrock mit mächtigen, verhallten Reverb-Gitarrenwänden, betont emotional und theatralisch inszeniert. Es dominiert also die große musikalische Geste auf der Basis von herbem, merkwürdig sakralem Früh-80er-Noiserock. Bands wie Birthday Party, Gun Club, Swans und auch Slim Cessna's Auto Club kommen mir in den Sinn. Längere Acapella-Passagen sorgen für einen verdreht-biblischen, aber auch recht romantischen Vibe. Wenn man das so liest, mag man vielleicht nicht glauben, wie gut das zusammenläuft. „The Texas Jerusalem Crossroads“ ist ein mächtiger Trip, so eine Art Tonträger gewordener Monumentalfilm, episch inszeniert vor allem mit gewaltiger Gitarrenmacht, die sich partiell aber auch psychedelisch schrägem Akustikgedaddel mit Geige öffnen kann. Für Freunde von Current 93, Gothic Country, aber durchaus auch Cocteau Twins, Spritualized und My Bloody Valentine geeignet. Eine emotionale-sakrale Texas-Messe, geprägt von britischen Shoegazern. Das Album erscheint als LP, CD und Deluxe-Box Set zusätzlicher Peel Session vom 14.04.2001, sowie einer Demo-EP aus dem Jahr 1997. Alles komplett frisch gemastered. (Joe Whirlypop)

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