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Otis Taylor: Fantasizing About Being Black - Hilfe
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Otis Taylor - Fantasizing About Being Black

Cover von Fantasizing About Being Black
Otis Taylor
Fantasizing About Being Black

Label in-akustik
Erstveröffentlichung 24.02.2017
Format CD
Lieferzeit 1 – 3 Werktage
Preis 14,95 € (inkl. 19% MwSt. zzgl. Versand)
Rezension

Seit Jahren veröffentlicht Otis Taylor mehr oder weniger regelmässig neue Alben und ich habe das Gefühl, ich schreibe über jede das gleiche. So z.B.: „Eine singuläre Erscheinung im Blues. Aber eigentlich ist das schon lange kein Blues mehr. Ein Mann mit einem eigenen Sound. Vermischt afrikanische Elemente mit Jazz-Partikeln auf einer Blues-Basis, beschreitet dabei neue Wege und verzichtet auf jegliche 12-Takt-Schemata in seinen Songs. Anfangs mag man -auch als beinharter Fan- denken, Taylor wiederholt sich. Der Fluch einer einzigartigen Sprache. Aber wenn man sich erst mal drauf einlässt was kein Problem ist, Taylor saugt einen förmlich ein in seine Welt.“
Was Otis Taylor musiklaisch zelebriert ist schon seit jeher sehr, sehr eindrucksvoll. Hier grundsätzlich instrumental relativ reduziert mit Gitarre oder Banjo (akustisch und elektrisch), sowie Bass und Drums. Ist Taylor alleine für die Saiten verantwortlich, geht das auch auf diesem Album ziemlich trancemässig voran, er ist kein grosser Gitarrenheld der endlos soliert, eher favorisiert er das Riff. Kraft durch Wiederholung, wie z.B. bei R.L. Burnside. Hin und wieder gibt es instrumentales Beiwerk, so gniedelt sich Brandon Niederauer auf Banjo Bam Bam einen 6-Saiten-Wolf, wird aber konsequent weit in den Background gemischt. Der alte Wegbegleiter Ron Miles setzt mit seinem Kornett schöne Kontrapunkte und Anne Harris lässt auf zwei Songs die Violine weinen. Jerry Douglas und seine Koa Wood Lap Steel Guitar sollte noch als Songveredler erwähnt werden.
Das ist eine 42-minütige Reise. Ein Trip. Beinahe bewusstseinserweiternd. Auf jeden Fall magisch. Und ziemlich sensationell. Trance Blues. Jedes Jahr eine neue Platte und eine besser als die andere. Wer Otis Taylor verpasst, der ist selber schuld. Give Otis a chance! (rh)

17er. Der Mann ist einfach ein Phänomen. Immer wieder aufs Neue. Unvergleichlich (zumal im Blues-Genre). Und obwohl seine (irgendwie „lineare“) Art zu komponieren sich gleicht, kommt immer wieder Anderes, Neues heraus. Dieses Mal in weitgehend ziemlich reduzierter sowie leicht überwiegend akustischer Form. Natürlich wie gewohnt alles andere als puristischer Blues, die Stil-Kombinationen reichen von R´n´B + Jazz (mächtig ansteckender Groove!), Blues oder R´n´B + Jazz + Folk (ganz dezent tanzend oder etwas atemlos mit Flamenco-Spuren), Country + Folk, Blues + Rock (fast heavy, unerbittlich treibend), R´n´B + Folk (minimalistisch) bis zu stark ummodulierten aber relativ genretreuen R´n´B/Blues-Stücken (gnadenlos aber höchst sparsam abziehend). Gemeinsames Merkmal, fast immer: Ein hohes Tempo. 2 Ausnahmen: Ein für seine Verhältnisse recht „konventioneller“/purer 50s-Chicago Blues-naher schleppend-rockender Track, ein (entgegen dem Text) völlig friedlicher in sich ruhender Folk-Blues-Mix (gleichfalls langsam). Das Personal ist großteils altbekannt, die stoisch-straighten Rhythmen von Larry Thompson und Todd Edmunds, das Kornett von Ron Miles (nur 3x dabei, angejazzt aber auch R´n´B-Einfluß, losgelöst, sehr melodisch oder rhythmisch erdend), ab und zu ergänzen die Geige von Anne Harris und (neu dabei) eine 2. Gitarre (Brandon Niederauer), seine eigene Gitarre kommt akustisch (v.a. rhythmisch oder kommentierend) wie elektrisch (quirlig, cremig, unerbittlich riffend, zurückhaltend bis dezent singend, 1x gar Fuzz) und 2x gastiert Jerry Douglas! An einer sehr schön filigran verzierenden Koa Wood Lap Guitar (Slide). Großartiger „Trance Blues“ (oder so) mit bekannt repetitiver Neigung, wie immer: Eine dicke Empfehlung! (dvd)

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