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Henrik Freischlader: Blues For Gary - Hilfe
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Henrik Freischlader - Blues For Gary

Cover von Blues For Gary
Henrik Freischlader
Blues For Gary

Label Cable Car
Erstveröffentlichung 04.04.2017
Format CD
Lieferzeit 1 – 3 Werktage
Preis 15,95 € (inkl. 19% MwSt. zzgl. Versand)
Rezension

Selbst Musik-Liebhaber, die im Regelfall nicht zu den extremen Saiten-Fetischisten zählen, werden mit dieser faszinierenden Verneigung vor Gary Moore zu geläuterten Gitarren-Gläubigen bekehrt werden, denn was dieser Ausnahme-Artist hier zelebriert, ist die himmlisch-hohe Kunst, mit feinfühligen Fingern das letzte aus diesem Instrument herauszukitzeln. In zehn Moore- und Moore-nahen Stücken (u.a. The Prophet, Blues For Narada, Jumping At Shadows, With Love (Remember), Johnny Boy, Parisienne Walkways) kniet Handwerksmeister Hendrik nieder vor der nicht immer im gerechten Maß geschätzten Spielkunst seines Idols (treu dessen Blues For Greeny-Beispiel folgend), aber Freischlader wäre nicht der fulminante Freigeist, den wir kennen und ehren, wenn er nicht gleichzeitig noch weitere Weise der Gitarrenkunst zitierte, und so spürt man Dave Gilmour's Geist, Santana's Seele und sogar die ausschweifende Artistik des Purple-Prince durch die feinfühligen Finger schimmern, und natürlich klingt auch Moore's großer Gevatter Green immer wieder durch die gefühlssatten Saiten. Während die ersten vier Stücke allein der instrumentalen Verbeugung gewidmet sind, gerät das großartige Gary-Gebet ab Song 5 auch zur gesanglichen Großtat, sorgt Freischlader gemeinsam mit den beeindruckenden Gaststimmen von Ben Poole, Cliff Moore, Mike Andersen, RoMi, Linda Sutti und Harrisen Larner-Main für eine mitreißende Stil-Fülle zwischen Blues, Jazz, Soul und schottischem Folk, die sich spürbar aus dem beseelten Vorbild des verehrten Idols speist. Und so ist Blues For Gary weit mehr als ein schlichtes Tribute an einen Gitarristen, es ist die Verneigung vor der Vielfalt eines prägenden Instrumentalisten und unterschätzten Songwriters, eine Hommage an Hard Rock und Chicago Blues, an Solo- und selige Thin Lizzy-Zeiten, aber auch an Pink Floyd und Procol Harum, und eine einzige emotionsgeladene Ehrenstunde der Königin unter den Rock-Instrumenten. (cpa)

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